Die Landesfürstliche Burg
Die landesfürstliche Burg
Zur Zeit der Stadterweiterung im 14. Jh. dürfte an dieser Stelle der aus mehreren Gebäuden bestehende, viel weitläufigere Vorgängerbau der gegenwärtigen Burg entstanden sein. Bereits im Jahre 1490 wird berichtet, dass diese Burg nach einem Hochwasser teilweise eingestürzt ist. Der Wiederaufbau erfolgte offensichtlich prompt, denn schon 1494 weilte Kaiser Maximilian I auf der Durchreise in ihren Mauern.
Die bedeutendste Begebenheit fand im Jahre 1521 statt. Der junge Kaiser Ferdinand I hielt hier als frisch gekrönter Landesfürst, von Worms kommend, auf der Reise nach Wien seinen ersten Landtag für Ober- und Niederösterreich ab. Nur der spanischen Sprache mächtig, unterstützt von seinem deutsch sprechenden Sekretär Gabriel von Salamanca, nahm er, aus Sorge Wien nicht vor einem Aufstand der Stände zu erreichen, schon in Ybbs die Huldigung derselben entgegen. Dieses Ereignis ging als "Landtag von Ybbs" in die Geschichte ein. Die Burg dürfte dann wieder an Bedeutung verloren haben, da Ferdinand schon 1533 von einer "alten verödeten burg zu Ips in der Stadt" spricht. Als letzter berühmter Gast der Burg war 1779 der "Volkskaiser" Joseph II während seines Aufenthalts in Ybbs dort untergebracht.
Das Bauwerk wurde als Schule und Wohnhaus genutzt und erfuhr in seiner Geschichte immer wieder Änderungen, sein jetziges Aussehen erhielt es in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Durch Umgestaltungen im 19. Jh. verlor es aber sein Dach mit den vierzwiebelbekrönten Ecktürmchen.
Die im Rahmen der Altstadtsanierung restaurierte Burg dient nun als Krankenpflegeschule.







