Kloster und Reiterkaserne
Kloster und Reiterkaserne
Der langgezogene Gebäudekomplex zwischen Donaukraftwerk und Altstadt ist heute im Besitz der Stadt Wien und ein Krankenhaus. Vorher befanden sich an der Stadtseite ein Kloster mit Spital, weiter westlich eine 1723 unter Kaiser Karl VI erbaute Reiterkaserne, die kurze Zeit auch Truppenspital und Heeresverpflegungsmagazin war.
Schon 1291 wurde in der Vorstadt Piesenegg von der reichen Ybbser Bürgerin Adelheide Gottschalk ein Zisterzienserinnenkloster gegründet. Zur Zeit der Reformation und aus Angst vor den kriegerischen Türken verließen viele Nonnen das Kloster, so dass es ab 1572 leer stand.
Während der Gegenreformation 1631 konnte die Ybbser Bevölkerung eine Übergabe an den Franziskanerorden erwirken, der das alte Kloster 1632 durch einen Neubau ersetzte. Das Franziskanerkloster bestand bis zur Auflösung durch Josef II. Nach zwischenzeitlicher Nutzung als Lagerhaus für Eisenwaren aus der nahen Eisenwurzen und als Fabrik wurde um 1860 an dieser Stelle das heutige große Krankenhaus gebaut. Die alte Reiterkaserne daneben bezog man unverändert in das Gesamtareal ein.







